Preise & Kosten

Website erstellen lassen: Kosten, Preisfaktoren und worauf du achten solltest

12. September 20268 Min. LesezeitTjade Liedtke
Illustration: Eine Website wird aus Bausteinen zusammengesetzt, daneben ein Preisschild und Münzen

Was kostet es, eine Website erstellen zu lassen? Die ehrliche Antwort: zwischen ein paar Hundert und vielen Tausend Euro, je nachdem, wer sie baut, wie groß sie wird und was alles dazugehört. Damit du Angebote richtig einschätzen kannst, zeigt dir dieser Ratgeber, aus welchen Bausteinen sich der Preis zusammensetzt, was Baukasten, Freelancer und Agentur unterscheidet, welche laufenden Kosten dazukommen und mit welchen Fragen du teure Überraschungen vermeidest.

Was kostet eine Website? Die kurze Antwort

Eine pauschale Zahl gibt es nicht, weil „Website“ alles sein kann: vom Onepager für eine Selbstständige bis zum Portal mit Hunderten Seiten. Für kleine und mittelständische Unternehmen lassen sich die Kosten aber gut eingrenzen, wenn du weißt, wofür du eigentlich bezahlst. Am Ende kaufst du Arbeitszeit für Planung, Gestaltung, Texte und Technik, plus laufende Leistungen für Betrieb und Pflege.

Zur Orientierung: Laut dem Freelancer-Kompass 2026 von freelancermap liegt der durchschnittliche Stundensatz für Software- und Webentwicklung bei 91 €, für Design, Medien und Kreativdienste bei 89 €. Zehn Arbeitsstunden entsprechen also schon rund 900 € netto. Wie viele Stunden eine Website braucht, hängt vom Umfang ab, und genau hier liegen die großen Unterschiede zwischen Angeboten.

Aus diesen Bausteinen setzt sich der Preis zusammen

Kostenbausteine einer Website: Konzept, Design, Texte, Entwicklung, Bilder, SEO-Grundlagen sowie laufend Hosting und Wartung
Einmalige Bausteine bei der Erstellung und laufende Kosten im Betrieb.
  • Konzept und Beratung: Ziele klären, Zielgruppe verstehen, Seitenstruktur planen. Ohne diesen Schritt wird eine Website schnell hübsch, aber wirkungslos.
  • Design: Ein individuelles Design kostet mehr als eine angepasste Vorlage, hebt dich aber von der Konkurrenz ab. Ein bestehendes Logo und feste Farben sparen Aufwand.
  • Texte: Oft unterschätzt. Gute Texte für jede Seite brauchen Zeit. Manche Anbieter erwarten, dass du sie selbst lieferst, andere schreiben sie für dich.
  • Entwicklung: Die technische Umsetzung, inklusive Anpassung für Smartphone und Tablet, Kontaktformular und Ladezeit-Optimierung.
  • Bilder: Eigene Fotos, ein Fotoshooting oder lizenzierte Bilder. Echte Fotos wirken besser, kosten aber extra, wenn sie erst entstehen müssen.
  • SEO-Grundlagen: Seitentitel, Beschreibungen, saubere Struktur und strukturierte Daten, damit Google die Seite versteht.
  • Rechtliches: Impressum und Datenschutzerklärung sind Pflicht. Je nach eingesetzten Diensten kommt ein Cookie-Hinweis dazu.

Was den Preis nach oben treibt

  • Viele Unterseiten und mehrere Sprachen
  • Funktionen wie Onlineshop, Terminbuchung, Mitgliederbereich oder Schnittstellen
  • Viele Korrekturschleifen und unklare Vorgaben
  • Aufwendige Animationen und Sonderwünsche beim Design
  • Übernahme und Umbau großer Mengen alter Inhalte

Baukasten, Freelancer oder Agentur: der Kostenvergleich

Wer eine Website braucht, hat grundsätzlich vier Wege. Sie unterscheiden sich nicht nur im Preis, sondern vor allem darin, wie viel Arbeit bei dir bleibt.

Die vier Wege zur Website im Vergleich

Baukasten (selbst) Freelancer Agentur Festpreis-Anbieter
Einmalige Kosten Gering, dafür viel eigene Zeit Nach Stunden oder Pauschale Meist am höchsten Feste Summe je Paket
Laufende Kosten Monatliche Gebühr Nach Absprache Oft Wartungsvertrag Optional, fester Monatsbetrag
Design Vorlage, oft austauschbar Je nach Person Individuell Individuell
Texte Schreibst du selbst Meist selbst Oft gegen Aufpreis Je nach Anbieter inklusive
Dauer So lange du brauchst Wochen Oft Monate Feste Zeitplanung
Risiko Eigene Zeit, Grenzen des Systems Ausfall bei Krankheit oder Urlaub Nachforderungen, lange Abstimmung Leistungsumfang genau prüfen

Ein Baukasten wie Wix oder Jimdo lohnt sich, wenn du Zeit hast, gern selbst gestaltest und eine einfache Seite brauchst. Ein Freelancer ist oft günstiger als eine Agentur, aber vom Einsatz einer Person abhängig. Agenturen bieten Teams und Prozesse, sind aber meist teurer und langsamer. Festpreis-Anbieter verbinden einen klaren Leistungsumfang mit einem fixen Preis, wobei du genau prüfen solltest, was im Paket steckt.

Wann sich eine teurere Website lohnt

Günstig ist nicht automatisch gut, und teuer nicht automatisch besser. Mehr Budget lohnt sich vor allem dann, wenn die Website eine konkrete Aufgabe für dein Geschäft übernimmt:

  • Die Website soll regelmäßig Anfragen bringen: Dann zahlen sich gute Texte, eine durchdachte Nutzerführung und SEO-Grundlagen schnell aus.
  • Du bietest viele unterschiedliche Leistungen an: Jede Leistung braucht eine eigene Seite, damit Kunden sie finden und verstehen.
  • Du brauchst Funktionen: Terminbuchung, Mehrsprachigkeit oder Schnittstellen zu anderen Programmen kosten mehr, sparen dir aber im Alltag Zeit.
  • Deine Marke soll sich klar abheben: Ein individuelles Design wirkt professioneller als eine Vorlage, die tausend andere auch nutzen.

Brauchst du dagegen nur eine digitale Visitenkarte mit Kontaktdaten, reicht ein schlanker Onepager. Entscheidend ist, dass Preis und Ziel zusammenpassen.

Versteckte Kosten, die oft vergessen werden

  • Bildrechte: Fotos aus dem Internet dürfen nicht einfach verwendet werden. Lizenzen oder ein eigenes Fotoshooting kosten extra.
  • Kostenpflichtige Erweiterungen: Bei Systemen mit Plugins und Themes fallen für Premium-Funktionen oft jährliche Lizenzgebühren an.
  • Änderungen nach dem Go-live: Wenn jede neue Öffnungszeit oder jedes neue Foto über den Anbieter laufen muss, summieren sich kleine Rechnungen.
  • Eigene Zeit: Texte schreiben, Fotos sammeln und Abstimmungen kosten Stunden. Rechne sie mit, vor allem beim Baukasten.
  • Der nächste Relaunch: Eine Website, die technisch veraltet, muss irgendwann komplett neu gebaut werden. Saubere Technik verlängert die Lebensdauer.

Laufende Kosten: was nach dem Start dazukommt

Eine Website ist mit dem Go-live nicht fertig. Diese Kosten fallen regelmäßig an:

  • Domain: Die Adresse deiner Website, etwa deinefirma.de, kostet eine jährliche Gebühr.
  • Hosting: Der Speicherplatz, auf dem deine Website liegt. Bei Baukästen ist er in der Monatsgebühr enthalten.
  • Wartung und Sicherheit: Updates, Backups und technische Pflege. Gerade bei Systemen mit vielen Plugins ist das Pflicht, sonst drohen Sicherheitslücken.
  • Änderungen: Neue Texte, Bilder oder Seiten. Entweder du änderst sie selbst über ein CMS, oder du bezahlst den Anbieter dafür.
  • E-Mail-Postfächer und Zusatzdienste: Je nach Anbieter separat berechnet.

Frag bei jedem Angebot nach diesen laufenden Posten. Ein günstiger Einstiegspreis kann sich über die Jahre teuer rechnen, wenn jede kleine Änderung extra kostet.

So vergleichst du Angebote richtig

Zwei Angebote mit ähnlichem Preis können sehr unterschiedliche Leistungen enthalten. Diese Fragen helfen beim Vergleich:

  1. Festpreis oder Stunden? Bei Stundenabrechnung steht der Endpreis erst am Schluss fest. Ein Festpreis schafft Planungssicherheit.
  2. Wer schreibt die Texte? Wenn du sie selbst liefern musst, plane dafür viel eigene Zeit ein.
  3. Wie viele Korrekturschleifen sind enthalten? Jede zusätzliche Runde kann extra kosten.
  4. Ist die Seite für Smartphones optimiert? Das sollte selbstverständlich sein, ist es aber nicht immer.
  5. Sind SEO-Grundlagen enthalten? Seitentitel, Beschreibungen und strukturierte Daten gehören dazu.
  6. Wem gehört die Website? Kläre, ob du alle Dateien und Zugänge bekommst, wenn du den Anbieter wechselst.
  7. Was kostet der Betrieb? Hosting, Wartung und Änderungen sollten klar beziffert sein.
  8. Wie lange dauert es? Frag nach einem konkreten Zeitplan bis zum Go-live.

So planst du dein Website-Budget

  1. Ziel festlegen: Soll die Website Anfragen bringen, Bewerber ansprechen oder vor allem seriös wirken? Das Ziel bestimmt, wie viel Aufwand sinnvoll ist.
  2. Umfang bestimmen: Liste die Seiten auf, die du wirklich brauchst. Für jede Leistung, nach der Kunden gezielt suchen, eine eigene Seite.
  3. Eigenleistung ehrlich einschätzen: Hast du Zeit und Lust, Texte zu schreiben und Fotos zu organisieren? Wenn nicht, plane das als Leistung des Anbieters ein.
  4. Laufende Kosten mitrechnen: Betrachte nicht nur den Startpreis, sondern die Kosten für die ersten zwei bis drei Jahre.
  5. Puffer einplanen: Für Fotos, zusätzliche Seiten oder kleine Erweiterungen nach dem Start lohnt sich ein kleiner Spielraum im Budget.

Kosten sparen, ohne an der falschen Stelle zu sparen

  • Gut vorbereiten: Je klarer du Ziele, Zielgruppe und Leistungen beschreiben kannst, desto weniger Abstimmungsaufwand entsteht.
  • Klein starten: Ein Onepager oder eine Website mit wenigen Unterseiten reicht für den Anfang oft aus und lässt sich später erweitern.
  • Vorhandenes nutzen: Logo, Farben, gute eigene Fotos und Kundenstimmen sparen Zeit und Geld.
  • Nicht beim Fundament sparen: Mobile Darstellung, Ladezeit und SEO-Grundlagen entscheiden darüber, ob die Website überhaupt Kunden bringt.
  • Festpreis vereinbaren: So bleibt das Budget planbar, auch wenn unterwegs Fragen auftauchen.

Was eine Website bei avui kostet

Damit du eine konkrete Orientierung hast, hier unsere Pakete. Alle Preise sind netto zuzüglich 19 % Umsatzsteuer.

Pakete und laufende Kosten bei avui

Paket Umfang Preis
Onepager Eine scrollbare Seite, individuelles Design, Texte, Kontaktformular 590 € einmalig
Website Bis zu 5 Unterseiten, Impressum und Datenschutz inklusive, 2 Korrekturschleifen 990 € einmalig
Website XL Bis zu 10 Unterseiten, sonst wie Website 1.390 € einmalig
Logo, Branding & CI Logo und Erscheinungsbild 590 € einmalig
Wartung Hosting, Updates, Sicherheit, technische Pflege 50 € pro Monat
avui studio Eigenes CMS, um Inhalte selbst zu ändern 20 € pro Monat

Design, Entwicklung, Texterstellung, Korrekturschleifen und SEO-Grundlagen sind in jedem Paket enthalten. Ohne Wartungsvertrag bekommst du alle Dateien und Zugänge vollständig übergeben.

Rechenbeispiel: das erste Jahr

Eine Website mit bis zu 5 Unterseiten kostet bei avui einmalig 990 €. Mit Hosting und Wartung für 50 € im Monat kommen im ersten Jahr 600 € dazu, zusammen also 1.590 € netto. Möchtest du Texte und Bilder selbst ändern, kommt avui studio für 20 € im Monat hinzu, im ersten Jahr 240 €. Alles zusammen ergibt das 1.830 € netto für das erste Jahr, ohne weitere Nachforderungen.

Fazit: Der Preis allein sagt wenig

  • Die Kosten einer Website ergeben sich aus Umfang, Design, Texten und Technik, plus laufenden Kosten für Betrieb und Pflege.
  • Webentwickler berechnen im Schnitt 91 € pro Stunde, deshalb entscheidet der Aufwand über den Preis.
  • Baukasten, Freelancer, Agentur und Festpreis-Anbieter unterscheiden sich vor allem darin, wie viel Arbeit und Risiko bei dir bleiben.
  • Vergleiche Angebote nicht nur nach der Endsumme, sondern nach Leistungen, Texten, Korrekturschleifen und laufenden Kosten.

Mein Rat: Lass dir immer einen Festpreis mit klar beschriebenem Leistungsumfang geben. Dann weißt du vorher, was du bekommst und was es kostet.

Quellen

Häufige Fragen

Was kostet es, eine Website erstellen zu lassen?
Das hängt von Umfang, Design, Texten und Technik ab. Ein Onepager ist deutlich günstiger als eine Website mit vielen Unterseiten und Sonderfunktionen. Bei avui kostet ein Onepager 590 €, eine Website mit bis zu 5 Unterseiten 990 € und eine mit bis zu 10 Unterseiten 1.390 €, jeweils netto zum Festpreis.
Was kostet eine Homepage für kleine Unternehmen?
Für eine typische Unternehmenswebsite mit wenigen Unterseiten zahlst du einmalig für Konzept, Design, Texte und Umsetzung sowie laufend für Domain, Hosting und Wartung. Entscheidend ist, was im Angebot enthalten ist, vor allem Texte, Korrekturschleifen und SEO-Grundlagen.
Wie viel verlangt ein Webdesigner pro Stunde?
Laut Freelancer-Kompass 2026 von freelancermap liegt der durchschnittliche Stundensatz für Software- und Webentwicklung bei 91 €, für Design, Medien und Kreativdienste bei 89 €. Agenturen und Spezialisten können darüber liegen.
Welche laufenden Kosten hat eine Website?
Regelmäßig fallen Kosten für Domain, Hosting, Wartung und Sicherheitsupdates an, dazu je nach Bedarf für Änderungen, E-Mail-Postfächer und Zusatzdienste. Bei avui kosten Hosting und Wartung zusammen 50 € im Monat.
Ist ein Baukasten günstiger als eine erstellte Website?
Im Einstieg meist ja. Dafür zahlst du dauerhaft Monatsgebühren, investierst viel eigene Zeit und bist an die Grenzen des Systems gebunden. Ob sich das rechnet, hängt davon ab, wie viel deine Zeit wert ist und wie individuell die Website sein soll.
Festpreis oder Stundenabrechnung: was ist besser?
Ein Festpreis schafft Planungssicherheit, weil der Endpreis vorher feststeht. Bei Stundenabrechnung kann der Preis durch zusätzliche Abstimmungen und Korrekturen steigen. Wichtig ist bei beidem ein genau beschriebener Leistungsumfang.
Gehört mir die Website nach der Erstellung?
Das sollte vertraglich geregelt sein. Frag vor der Beauftragung, ob du alle Dateien und Zugänge bekommst, falls du den Anbieter wechseln willst. Bei avui bekommst du ohne Wartungsvertrag alle Dateien und Zugänge vollständig übergeben.
Wie lange dauert es, eine Website erstellen zu lassen?
Das hängt vom Umfang und davon ab, wie schnell Inhalte und Feedback vorliegen. Bei Agenturen dauert es oft mehrere Wochen bis Monate. Bei avui geht eine Website in 14 Tagen von Kickoff bis Launch online, weil Texte und Abstimmung in einem festen Ablauf laufen.