Was kostet es, eine Website erstellen zu lassen? Die ehrliche Antwort: zwischen ein paar Hundert und vielen Tausend Euro, je nachdem, wer sie baut, wie groß sie wird und was alles dazugehört. Damit du Angebote richtig einschätzen kannst, zeigt dir dieser Ratgeber, aus welchen Bausteinen sich der Preis zusammensetzt, was Baukasten, Freelancer und Agentur unterscheidet, welche laufenden Kosten dazukommen und mit welchen Fragen du teure Überraschungen vermeidest.
Was kostet eine Website? Die kurze Antwort
Eine pauschale Zahl gibt es nicht, weil „Website“ alles sein kann: vom Onepager für eine Selbstständige bis zum Portal mit Hunderten Seiten. Für kleine und mittelständische Unternehmen lassen sich die Kosten aber gut eingrenzen, wenn du weißt, wofür du eigentlich bezahlst. Am Ende kaufst du Arbeitszeit für Planung, Gestaltung, Texte und Technik, plus laufende Leistungen für Betrieb und Pflege.
Zur Orientierung: Laut dem Freelancer-Kompass 2026 von freelancermap liegt der durchschnittliche Stundensatz für Software- und Webentwicklung bei 91 €, für Design, Medien und Kreativdienste bei 89 €. Zehn Arbeitsstunden entsprechen also schon rund 900 € netto. Wie viele Stunden eine Website braucht, hängt vom Umfang ab, und genau hier liegen die großen Unterschiede zwischen Angeboten.
Aus diesen Bausteinen setzt sich der Preis zusammen
- Konzept und Beratung: Ziele klären, Zielgruppe verstehen, Seitenstruktur planen. Ohne diesen Schritt wird eine Website schnell hübsch, aber wirkungslos.
- Design: Ein individuelles Design kostet mehr als eine angepasste Vorlage, hebt dich aber von der Konkurrenz ab. Ein bestehendes Logo und feste Farben sparen Aufwand.
- Texte: Oft unterschätzt. Gute Texte für jede Seite brauchen Zeit. Manche Anbieter erwarten, dass du sie selbst lieferst, andere schreiben sie für dich.
- Entwicklung: Die technische Umsetzung, inklusive Anpassung für Smartphone und Tablet, Kontaktformular und Ladezeit-Optimierung.
- Bilder: Eigene Fotos, ein Fotoshooting oder lizenzierte Bilder. Echte Fotos wirken besser, kosten aber extra, wenn sie erst entstehen müssen.
- SEO-Grundlagen: Seitentitel, Beschreibungen, saubere Struktur und strukturierte Daten, damit Google die Seite versteht.
- Rechtliches: Impressum und Datenschutzerklärung sind Pflicht. Je nach eingesetzten Diensten kommt ein Cookie-Hinweis dazu.
Was den Preis nach oben treibt
- Viele Unterseiten und mehrere Sprachen
- Funktionen wie Onlineshop, Terminbuchung, Mitgliederbereich oder Schnittstellen
- Viele Korrekturschleifen und unklare Vorgaben
- Aufwendige Animationen und Sonderwünsche beim Design
- Übernahme und Umbau großer Mengen alter Inhalte
Baukasten, Freelancer oder Agentur: der Kostenvergleich
Wer eine Website braucht, hat grundsätzlich vier Wege. Sie unterscheiden sich nicht nur im Preis, sondern vor allem darin, wie viel Arbeit bei dir bleibt.
Die vier Wege zur Website im Vergleich
| Baukasten (selbst) | Freelancer | Agentur | Festpreis-Anbieter | |
|---|---|---|---|---|
| Einmalige Kosten | Gering, dafür viel eigene Zeit | Nach Stunden oder Pauschale | Meist am höchsten | Feste Summe je Paket |
| Laufende Kosten | Monatliche Gebühr | Nach Absprache | Oft Wartungsvertrag | Optional, fester Monatsbetrag |
| Design | Vorlage, oft austauschbar | Je nach Person | Individuell | Individuell |
| Texte | Schreibst du selbst | Meist selbst | Oft gegen Aufpreis | Je nach Anbieter inklusive |
| Dauer | So lange du brauchst | Wochen | Oft Monate | Feste Zeitplanung |
| Risiko | Eigene Zeit, Grenzen des Systems | Ausfall bei Krankheit oder Urlaub | Nachforderungen, lange Abstimmung | Leistungsumfang genau prüfen |
Ein Baukasten wie Wix oder Jimdo lohnt sich, wenn du Zeit hast, gern selbst gestaltest und eine einfache Seite brauchst. Ein Freelancer ist oft günstiger als eine Agentur, aber vom Einsatz einer Person abhängig. Agenturen bieten Teams und Prozesse, sind aber meist teurer und langsamer. Festpreis-Anbieter verbinden einen klaren Leistungsumfang mit einem fixen Preis, wobei du genau prüfen solltest, was im Paket steckt.
Wann sich eine teurere Website lohnt
Günstig ist nicht automatisch gut, und teuer nicht automatisch besser. Mehr Budget lohnt sich vor allem dann, wenn die Website eine konkrete Aufgabe für dein Geschäft übernimmt:
- Die Website soll regelmäßig Anfragen bringen: Dann zahlen sich gute Texte, eine durchdachte Nutzerführung und SEO-Grundlagen schnell aus.
- Du bietest viele unterschiedliche Leistungen an: Jede Leistung braucht eine eigene Seite, damit Kunden sie finden und verstehen.
- Du brauchst Funktionen: Terminbuchung, Mehrsprachigkeit oder Schnittstellen zu anderen Programmen kosten mehr, sparen dir aber im Alltag Zeit.
- Deine Marke soll sich klar abheben: Ein individuelles Design wirkt professioneller als eine Vorlage, die tausend andere auch nutzen.
Brauchst du dagegen nur eine digitale Visitenkarte mit Kontaktdaten, reicht ein schlanker Onepager. Entscheidend ist, dass Preis und Ziel zusammenpassen.
Versteckte Kosten, die oft vergessen werden
- Bildrechte: Fotos aus dem Internet dürfen nicht einfach verwendet werden. Lizenzen oder ein eigenes Fotoshooting kosten extra.
- Kostenpflichtige Erweiterungen: Bei Systemen mit Plugins und Themes fallen für Premium-Funktionen oft jährliche Lizenzgebühren an.
- Änderungen nach dem Go-live: Wenn jede neue Öffnungszeit oder jedes neue Foto über den Anbieter laufen muss, summieren sich kleine Rechnungen.
- Eigene Zeit: Texte schreiben, Fotos sammeln und Abstimmungen kosten Stunden. Rechne sie mit, vor allem beim Baukasten.
- Der nächste Relaunch: Eine Website, die technisch veraltet, muss irgendwann komplett neu gebaut werden. Saubere Technik verlängert die Lebensdauer.
Laufende Kosten: was nach dem Start dazukommt
Eine Website ist mit dem Go-live nicht fertig. Diese Kosten fallen regelmäßig an:
- Domain: Die Adresse deiner Website, etwa deinefirma.de, kostet eine jährliche Gebühr.
- Hosting: Der Speicherplatz, auf dem deine Website liegt. Bei Baukästen ist er in der Monatsgebühr enthalten.
- Wartung und Sicherheit: Updates, Backups und technische Pflege. Gerade bei Systemen mit vielen Plugins ist das Pflicht, sonst drohen Sicherheitslücken.
- Änderungen: Neue Texte, Bilder oder Seiten. Entweder du änderst sie selbst über ein CMS, oder du bezahlst den Anbieter dafür.
- E-Mail-Postfächer und Zusatzdienste: Je nach Anbieter separat berechnet.
Frag bei jedem Angebot nach diesen laufenden Posten. Ein günstiger Einstiegspreis kann sich über die Jahre teuer rechnen, wenn jede kleine Änderung extra kostet.
So vergleichst du Angebote richtig
Zwei Angebote mit ähnlichem Preis können sehr unterschiedliche Leistungen enthalten. Diese Fragen helfen beim Vergleich:
- Festpreis oder Stunden? Bei Stundenabrechnung steht der Endpreis erst am Schluss fest. Ein Festpreis schafft Planungssicherheit.
- Wer schreibt die Texte? Wenn du sie selbst liefern musst, plane dafür viel eigene Zeit ein.
- Wie viele Korrekturschleifen sind enthalten? Jede zusätzliche Runde kann extra kosten.
- Ist die Seite für Smartphones optimiert? Das sollte selbstverständlich sein, ist es aber nicht immer.
- Sind SEO-Grundlagen enthalten? Seitentitel, Beschreibungen und strukturierte Daten gehören dazu.
- Wem gehört die Website? Kläre, ob du alle Dateien und Zugänge bekommst, wenn du den Anbieter wechselst.
- Was kostet der Betrieb? Hosting, Wartung und Änderungen sollten klar beziffert sein.
- Wie lange dauert es? Frag nach einem konkreten Zeitplan bis zum Go-live.
So planst du dein Website-Budget
- Ziel festlegen: Soll die Website Anfragen bringen, Bewerber ansprechen oder vor allem seriös wirken? Das Ziel bestimmt, wie viel Aufwand sinnvoll ist.
- Umfang bestimmen: Liste die Seiten auf, die du wirklich brauchst. Für jede Leistung, nach der Kunden gezielt suchen, eine eigene Seite.
- Eigenleistung ehrlich einschätzen: Hast du Zeit und Lust, Texte zu schreiben und Fotos zu organisieren? Wenn nicht, plane das als Leistung des Anbieters ein.
- Laufende Kosten mitrechnen: Betrachte nicht nur den Startpreis, sondern die Kosten für die ersten zwei bis drei Jahre.
- Puffer einplanen: Für Fotos, zusätzliche Seiten oder kleine Erweiterungen nach dem Start lohnt sich ein kleiner Spielraum im Budget.
Kosten sparen, ohne an der falschen Stelle zu sparen
- Gut vorbereiten: Je klarer du Ziele, Zielgruppe und Leistungen beschreiben kannst, desto weniger Abstimmungsaufwand entsteht.
- Klein starten: Ein Onepager oder eine Website mit wenigen Unterseiten reicht für den Anfang oft aus und lässt sich später erweitern.
- Vorhandenes nutzen: Logo, Farben, gute eigene Fotos und Kundenstimmen sparen Zeit und Geld.
- Nicht beim Fundament sparen: Mobile Darstellung, Ladezeit und SEO-Grundlagen entscheiden darüber, ob die Website überhaupt Kunden bringt.
- Festpreis vereinbaren: So bleibt das Budget planbar, auch wenn unterwegs Fragen auftauchen.
Was eine Website bei avui kostet
Damit du eine konkrete Orientierung hast, hier unsere Pakete. Alle Preise sind netto zuzüglich 19 % Umsatzsteuer.
Pakete und laufende Kosten bei avui
| Paket | Umfang | Preis |
|---|---|---|
| Onepager | Eine scrollbare Seite, individuelles Design, Texte, Kontaktformular | 590 € einmalig |
| Website | Bis zu 5 Unterseiten, Impressum und Datenschutz inklusive, 2 Korrekturschleifen | 990 € einmalig |
| Website XL | Bis zu 10 Unterseiten, sonst wie Website | 1.390 € einmalig |
| Logo, Branding & CI | Logo und Erscheinungsbild | 590 € einmalig |
| Wartung | Hosting, Updates, Sicherheit, technische Pflege | 50 € pro Monat |
| avui studio | Eigenes CMS, um Inhalte selbst zu ändern | 20 € pro Monat |
Design, Entwicklung, Texterstellung, Korrekturschleifen und SEO-Grundlagen sind in jedem Paket enthalten. Ohne Wartungsvertrag bekommst du alle Dateien und Zugänge vollständig übergeben.
Rechenbeispiel: das erste Jahr
Eine Website mit bis zu 5 Unterseiten kostet bei avui einmalig 990 €. Mit Hosting und Wartung für 50 € im Monat kommen im ersten Jahr 600 € dazu, zusammen also 1.590 € netto. Möchtest du Texte und Bilder selbst ändern, kommt avui studio für 20 € im Monat hinzu, im ersten Jahr 240 €. Alles zusammen ergibt das 1.830 € netto für das erste Jahr, ohne weitere Nachforderungen.
Fazit: Der Preis allein sagt wenig
- Die Kosten einer Website ergeben sich aus Umfang, Design, Texten und Technik, plus laufenden Kosten für Betrieb und Pflege.
- Webentwickler berechnen im Schnitt 91 € pro Stunde, deshalb entscheidet der Aufwand über den Preis.
- Baukasten, Freelancer, Agentur und Festpreis-Anbieter unterscheiden sich vor allem darin, wie viel Arbeit und Risiko bei dir bleiben.
- Vergleiche Angebote nicht nur nach der Endsumme, sondern nach Leistungen, Texten, Korrekturschleifen und laufenden Kosten.
Mein Rat: Lass dir immer einen Festpreis mit klar beschriebenem Leistungsumfang geben. Dann weißt du vorher, was du bekommst und was es kostet.



